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Die aktuellen IT-Risiken

Spammer und Phisher lieben Online-Communities

20.11.2008
Autor(en): Katharina Friedmann , COMPUTERWOCHE-Redakteurin.
Im Oktober zeigten sich Spammer und Online-Datendiebe gleichermaßen "kontaktfreudig", indem sie verstärkt Social Networks für ihre Zwecke missbrauchten. Ruhiger sah es an der Malware-Front aus, wo sich die Zahl der neuen Schädlinge in Grenzen hielt.

Auch der Oktober sorgte in den beiden monatlichen Malware-Statistiken von Kaspersky Lab für einen Führungswechsel: Den Sicherheitsforschern zufolge hat sich im aktuellen Ranking der 20 am weitesten verbreiteten Schadprogramme (nach Anzahl der befallenen Systeme) ein ungewöhnlicher Schädling an die Spitze geschoben und den Erstplazierten des Vormonats "Rootkit Agent.cxv" ins Abseits gedrängt. Getarnt als Multimedia-Datei macht sich der neue Spitzenreiter "Trojan-Downloader.WMA.Wimad.n" eine Schwachstelle im Windows Media Player zunutze, um andere trojanische Programme ins System zu laden.

Die Top-5-Schädlinge - nach Anzahl der befallenen Systeme

Die Top-5-Schädlinge - nach Anzahl der befallenen Systeme

Auf den Schädling folgen drei Neulinge - besonders bemerkenswert sind den Malware-Forschern zufolge der Wurm "Autorun.dui" und der Virus "Sality.aa", der im zweiten Kaspersky-Ranking inzwischen einen Stammplatz einnimmt. Sein aktueller Aufstieg auch in der allgemeinen Statistik deutet für die Experten darauf hin, dass die Epidemie des gefährlichen Schädlings - ähnlich wie bei dem komplexen polymorphen Virus "Alman.b" - neue Dimensionen annimmt. Bei den übrigen Newcomern waren von Skriptwürmern über Werbeprogramme bis hin zu Trojanern nahezu alle Klassen schädlicher und potenziell gefährlicher Programme vertreten. Wie schon im September soll der Anteil der führenden Malware-Kategorie "Trojaner" jedoch auch im vergangenen Monat weiter zurückgegangen sein - aktuell von 70 auf 50 Prozent.

Die Top-5-Schädlinge - nach Häufigkeit der Infektion

Die Top-5-Schädlinge - nach Häufigkeit der Infektion

Auch im zweiten Kasperksy-Ranking - hier werden die Schadprogramme aufgelistet, mit denen die Anwendercomputer am häufigsten infiziert waren - hat es im Oktober einen Wechsel an der Spitze gegeben: So musste der Virus "Xorer.du" das Zepter an den Wurm "Mabezat.b" abgeben. Der von Kaspersky im November letzten Jahres entdeckte Schädling erwies sich anfangs als nur mäßig aktiv, befällt inzwischen aber offenbar ungleich mehr Dateien und Rechner: Schon im September hatte sich der Wurm auf Rang drei vorgearbeitet und eroberte nun im Oktober die Pole-Position.



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