Wirtschaft warnt Hessen-SPD vor Bündnis mit Linkspartei
Thumann sieht Arbeitsplätze in Gefahr
Auch der Bundesverband deutscher Banken sorgt sich vor allem um das Ansehen und Leistungsfähigkeit des Finanzplatzes Frankfurt. Hauptgeschäftsführer Manfred Weber sagte dem Blatt: «Die ´Linke´ hat keinerlei Interesse an einer Stärkung des Finanzplatzes Frankfurt gezeigt - im Gegenteil.»
Patrick Adenauer, Präsident des Verbands der Familienunternehmer, warnte sogar vor einem neuen Sozialismus. «Die Linke schöpft ihre Ideen aus der sozialistischen Mottenkiste. Das führt zu Ergebnissen, die wir schon kennen: Hohe Staatsverschuldung, erdrückende Zinslast, das Ende unserer Kreditwürdigkeit und der Verlust unserer Bonität», sagte Adenauer. Als Horrorszenario sei bei einer SPD-Koalition mit der Linkspartei zu befürchten, dass «der Großteil der Leistungsträger unser Land verlässt».
Auch der konservative Seeheimer Kreis der SPD geht auf Distanz zu den Plänen Ypsilantis. «Ich billige das Vorgehen nicht», sagte Seeheimer-Sprecher Johannes Kahrs der «Rheinischen Post» (Freitagausgabe). Allerdings sei dies «auch eine Reaktion auf die Verweigerung von CDU und FDP, realistische Optionen für eine Regierung in Hessen anzubieten». Ypsilanti habe damit vor der Alternative zwischen Neuwahlen und einem rot-grünen Bündnis mit Duldung der Linkspartei gestanden.
(ddp)
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