Wall Street: Verluste, Arbeitsmarktsituation trübt ein, SanDisk und UST gewinnen zweistellig
Laut Angaben des Arbeitsministeriums hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA im August überraschend verschlechtert. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 6,1 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit fast fünf Jahren. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Wert von 5,7 Prozent gerechnet. Zudem verringerte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft unerwartet deutlich um 84.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Die durchschnittlichen Stundenlöhne wuchsen um 0,4 Prozent und damit stärker als geschätzt an.
Laut Angaben des Arbeitsministeriums hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA im August überraschend verschlechtert. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 6,1 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit fast fünf Jahren. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Wert von 5,7 Prozent gerechnet. Zudem verringerte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft unerwartet deutlich um 84.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Die durchschnittlichen Stundenlöhne wuchsen um 0,4 Prozent und damit stärker als geschätzt an.
Die Aktie von SanDisk springt an der NASDAQ aktuell um rund 27 Prozent. Einem Pressebericht zufolge hat der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung bestätigt, mehrere Optionen, darunter auch eine Übernahme des Speicherchip-Herstellers, zu prüfen. SanDisk wiederum verwies seinerseits auf regelmäßige Gespräche mit mehreren Parteien, darunter auch Samsung. Konkret äußerte sich der Konzern allerdings nicht.
Für die Aktie von Dell geht es um 1,5 Prozent nach oben. Um die Kosten zu senken und die Profitabilität zu erhöhen, versucht der PC-Hersteller laut einem Zeitungsartikel eigene Computerfabriken weltweit zu verkaufen. Take-Two Interactive geben trotz der Vorlage unerwartet starker Quartalszahlen rund 1 Prozent ab.
Einem Presseartikel zufolge plant der Tabakkonzern Altria die Übernahme des Konkurrenten UST. Dabei wolle Altria rund 10 Mrd. Dollar für die Übernahme des hauptsächlich auf Schnupftabak spezialisierten Konzerns aufwenden. Während Anteilsscheine von UST im frühen Handel um 24 Prozent anziehen, liegen Papiere von Altria leicht im Plus.
Unternehmensmeldungen:
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics Co. Ltd. (ISIN US7960502018/ WKN 881823) erwägt einem Pressebericht zufolge die Übernahme des amerikanischen Speicherchip-Herstellers SanDisk Corp. (ISIN US80004C1018/ WKN 897826). Dies berichtet die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" heute unter Berufung auf Unternehmensquellen. SanDisk verfüge über zahlreiche Schlüsseltechnologien, mit denen Samsung seine Konkurrenzfähigkeit im Flash-Speichersegment verbessern könnte. Außerdem müssten weniger Lizenzzahlungen geleistet werden. Eine Übernahme des US-Konzerns durch Samsung hätte ferner erhebliche Auswirkungen auf den japanischen Elektronikkonzern Toshiba Corp. (ISIN JP3592200004/ WKN 853676), der eine Kooperation mit SanDisk unterhalte. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, hat Samsung inzwischen bestätigt, mehrere Optionen wie eine Allianz oder eine Übernahme von SanDisk zu prüfen.
Die amerikanische Dell Inc. (ISIN US24702R1014/ WKN 121092), der zweitgrößte PC-Hersteller der Welt, versucht derzeit Presseangaben zufolge, Computerfabriken weltweit zu verkaufen, um die Kosten zu senken und die Profitabilität zu erhöhen. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, hat der Dell-Konzern in den vergangenen Monaten Auftrags-Computerhersteller hinsichtlich des Verkaufs seiner Werke kontaktiert. Dabei sollen innerhalb der nächsten 18 Monate die meisten, möglicherweise sogar alle Werke veräußert werden, hieß es.
Der US-Tabakkonzern Altria Group Inc. (ISIN US02209S1033/ WKN 200417) plant einem Zeitungsbericht zufolge die Übernahme des Konkurrenten UST Inc. (ISIN US9029111062/ WKN 853532). Wie die "New York Times" unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, will Altria insgesamt rund 10 Mrd. Dollar für die Übernahme des hauptsächlich auf Schnupftabak spezialisierten Konzerns aufwenden. Wie es weiter heißt, bemüht man sich um einen schnellen Abschluss der Transaktion, wobei die an den Verhandlungen beteiligten Personen noch an diesem Wochenende zu einer Einigung kommen wollen, um die Akquisition bis Montag kommender Woche abschließen zu können. Laut dem Bericht befinden sich die Verhandlungen derzeit in einer kritischen Phase, wobei auch ein Scheitern der Übernahme möglich sei.
Die amerikanische Take-Two Interactive Software Inc. (ISIN US8740541094/ WKN 914508) gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum dritten Fiskalquartal bekannt. Dabei konnte der Videospiele-Entwickler, der derzeit von seinem Wettbewerber Electronic Arts Inc. (ISIN US2855121099/ WKN 878372) übernommen wird, aufgrund der Erfolgs von Grand Theft Auto IV, Top Spin 3 und Civilization wieder einen Gewinn erzielen und damit die Erwartungen schlagen. Der Gesamtumsatz konnte im Berichtszeitraum mehr als verdoppelt werden.
Presseangaben zufolge beabsichtigt der Irak, im Rahmen einer milliardenschweren Transaktion 16 Kampfflugzeuge vom Typ F-16 Fighting Falcon von den USA zu erwerben, wovon der Hersteller der Maschine, der Rüstungskonzern Lockheed Martin Corp. (ISIN US5398301094/ WKN 894648), profitieren könnte. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, hat das Pentagon zuletzt den Verkauf von 24 US-Kampfhubschraubern im Wert von bis zu 2,4 Mrd. Dollar an den Irak genehmigt. Darüber hinaus plant der Irak, von den USA Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, Transportflugzeuge sowie andere militärische Ausrüstung und Services im Volumen von mindestens 10 Mrd. Dollar zu kaufen, wodurch Unternehmen wie General Dynamics Corp. (ISIN US3695501086/ WKN 851143), Boeing Co. (ISIN US0970231058/ WKN 850471) und Raytheon Co. (ISIN US7551115071/ WKN 785159) profitieren könnten. (05.09.2008/ac/n/m)
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Laut Angaben des Arbeitsministeriums hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA im August überraschend verschlechtert. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 6,1 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit fast fünf Jahren. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Wert von 5,7 Prozent gerechnet. Zudem verringerte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft unerwartet deutlich um 84.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Die durchschnittlichen Stundenlöhne wuchsen um 0,4 Prozent und damit stärker als geschätzt an.
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