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Wirtschaft & Boerse Marktberichte
01.12.2008 | 17:56 Uhr

DAX-Schluss: Herbe Verluste nach düsteren US-Vorgaben





Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte haben ihre Verluste zum Handelsende weiter ausgebaut. Nach schwacher Eröffnung und bereits kräftigen Verlusten am Mittag schloss der DAX mit einem drastischen Abschlag von 6,39 Prozent bei 4.370,93 Punkten, während der MDAX mit einem Minus von 5,22 Prozent auf 5.075,89 Zähler aus dem Handel ging. Am Morgen hatten die deutschen Standardwerte unter den negativen Vorgaben aus Fernost zu leiden. Unter anderem musste der japanische Nikkei-Index Verluste hinnehmen. Belastet wurden die deutschen Standardwerte dann zudem von der äußerst schwachen Eröffnung der Wall Street. Als kurz darauf mit dem ISM Index und den Bauausgaben zwei wichtige US-Konjunkturdaten veröffentlicht wurden, die beide extrem schlecht ausfielen, brachen sowohl in den USA als auch hierzulande schließlich alle Dämme.

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte haben ihre Verluste zum Handelsende weiter ausgebaut. Nach schwacher Eröffnung und bereits kräftigen Verlusten am Mittag schloss der DAX mit einem drastischen Abschlag von 6,39 Prozent bei 4.370,93 Punkten, während der MDAX mit einem Minus von 5,22 Prozent auf 5.075,89 Zähler aus dem Handel ging. Am Morgen hatten die deutschen Standardwerte unter den negativen Vorgaben aus Fernost zu leiden. Unter anderem musste der japanische Nikkei-Index Verluste hinnehmen. Belastet wurden die deutschen Standardwerte dann zudem von der äußerst schwachen Eröffnung der Wall Street. Als kurz darauf mit dem ISM Index und den Bauausgaben zwei wichtige US-Konjunkturdaten veröffentlicht wurden, die beide extrem schlecht ausfielen, brachen sowohl in den USA als auch hierzulande schließlich alle Dämme.

In einem fast durchweg negativen Gesamtumfeld konnte sich nur die Aktie der Hypo Real Estate mit einem Plus von etwas über 2 Prozent gegen den Trend halten. Volkswagen, die sich bis kurz vor Handelsschluss ebenfalls fester präsentiert haben, rutschten letztlich doch noch in die Verlustzone (-1,6 Prozent).

In einem fast durchweg negativen Gesamtumfeld konnte sich nur die Aktie der Hypo Real Estate mit einem Plus von etwas über 2 Prozent gegen den Trend halten. Volkswagen, die sich bis kurz vor Handelsschluss ebenfalls fester präsentiert haben, rutschten letztlich doch noch in die Verlustzone (-1,6 Prozent).

Am unteren Ende rangiert die Aktie der Deutschen Bank, die rund 11 Prozent abgeben muss. Konzernchef Ackermann hatte am Wochenende erklärt, dass man weiterhin an dem durch die internationale Finanzkrise stark unter Druck geratenen Investment-Banking festhalten wolle. Ebenfalls deutlich unter Druck standen Anteilsscheine des Düngemittelherstellers K+S (-9,9 Prozent). Dabei hat der Wert unter negativen Analystenkommentaren zu leiden. Am Freitag hatte der Konzern noch bekannt gegeben, dass ein russischer Großinvestor seine Beteiligung an K+S auf mehr als 15 Prozent aufgestockt hat.

Am unteren Ende rangiert die Aktie der Deutschen Bank, die rund 11 Prozent abgeben muss. Konzernchef Ackermann hatte am Wochenende erklärt, dass man weiterhin an dem durch die internationale Finanzkrise stark unter Druck geratenen Investment-Banking festhalten wolle. Ebenfalls deutlich unter Druck standen Anteilsscheine des Düngemittelherstellers K+S (-9,9 Prozent). Dabei hat der Wert unter negativen Analystenkommentaren zu leiden. Am Freitag hatte der Konzern noch bekannt gegeben, dass ein russischer Großinvestor seine Beteiligung an K+S auf mehr als 15 Prozent aufgestockt hat.

Deutlich schwächer präsentieren sich auch Anteilsscheine der Allianz. Zuletzt hatte sich der Versicherer mit der Commerzbank auf einen schnelleren Verkauf seiner defizitären Banktochter Dresdner Bank geeinigt. Der Wert verliert schlussendlich 6,7 Prozent, während Commerzbank über 10 Prozent abgeben. Der Energieversorger E.ON verbucht ebenfalls deutliche Kursverluste (-9,3 Prozent). Einem Pressebericht zufolge stellt der Versorger deutliche Preisnachlässe bei Strom und Erdgas in Aussicht.

Deutlich schwächer präsentieren sich auch Anteilsscheine der Allianz. Zuletzt hatte sich der Versicherer mit der Commerzbank auf einen schnelleren Verkauf seiner defizitären Banktochter Dresdner Bank geeinigt. Der Wert verliert schlussendlich 6,7 Prozent, während Commerzbank über 10 Prozent abgeben. Der Energieversorger E.ON verbucht ebenfalls deutliche Kursverluste (-9,3 Prozent). Einem Pressebericht zufolge stellt der Versorger deutliche Preisnachlässe bei Strom und Erdgas in Aussicht.

Anteilsscheine von Infineon präsentieren sich nach anfänglichen Zugewinnen zu Handelsende unter Druck. Zuvor hatte die defizitäre Tochter Qimonda die Veröffentlichung der Geschäftszahlen verschoben, jedoch Fortschritte bei den laufenden Verhandlungen mit potenziellen Investoren in Aussicht gestellt. Die Aktie verliert letztlich dennoch 8,9 Prozent. Im Blickpunkt stehen daneben die Aktien von Merck KGaA (-4,1 Prozent), nachdem die Europäische Kommission eine Zulassungserweiterung für das Krebsmedikament Erbitux genehmigt hatte.

Anteilsscheine von Infineon präsentieren sich nach anfänglichen Zugewinnen zu Handelsende unter Druck. Zuvor hatte die defizitäre Tochter Qimonda die Veröffentlichung der Geschäftszahlen verschoben, jedoch Fortschritte bei den laufenden Verhandlungen mit potenziellen Investoren in Aussicht gestellt. Die Aktie verliert letztlich dennoch 8,9 Prozent. Im Blickpunkt stehen daneben die Aktien von Merck KGaA (-4,1 Prozent), nachdem die Europäische Kommission eine Zulassungserweiterung für das Krebsmedikament Erbitux genehmigt hatte.

Abschläge von mehr als 7 Prozent sind zum Ende des Montaghandels außerdem bei BASF, Daimler, Deutsche Post, Deutsche Postbank, Linde, MAN und ThyssenKrupp auszumachen.

Abschläge von mehr als 7 Prozent sind zum Ende des Montaghandels außerdem bei BASF, Daimler, Deutsche Post, Deutsche Postbank, Linde, MAN und ThyssenKrupp auszumachen.

Schlusskurse (17:34 Uhr):

Schlusskurse (17:34 Uhr):

DAX: 4.370,93 (-6,39 Prozent)

DAX: 4.370,93 (-6,39 Prozent)

MDAX: 5.075,89 (-5,22 Prozent)

MDAX: 5.075,89 (-5,22 Prozent)

Tagesgewinner: HRE

Tagesgewinner: HRE

Tagesverlierer: Deutsche Bank, Commerzbank, K+S

Tagesverlierer: Deutsche Bank, Commerzbank, K+S

Unternehmensnachrichten:

Unternehmensnachrichten:

Die Merck KGaA (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) hat von der EU-Kommission eine Zulassungserweiterung für das Krebsmedikament Erbitux erhalten. Wie der im DAX30 notierte Pharmakonzern am Montag erklärte, habe die Europäische Kommission die beantragte Zulassungserweiterung des zielgerichteten Krebstherapeutikums Erbitux für die Erstlinientherapie von Patienten mit rezidivierenden und/oder metastasierten Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses genehmigt. Erbitux ist bereits in Kombination mit Strahlentherapie für lokal fortgeschrittene Kopf-Hals-Tumoren zugelassen.

Die Merck KGaA (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) hat von der EU-Kommission eine Zulassungserweiterung für das Krebsmedikament Erbitux erhalten. Wie der im DAX30 notierte Pharmakonzern am Montag erklärte, habe die Europäische Kommission die beantragte Zulassungserweiterung des zielgerichteten Krebstherapeutikums Erbitux für die Erstlinientherapie von Patienten mit rezidivierenden und/oder metastasierten Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses genehmigt. Erbitux ist bereits in Kombination mit Strahlentherapie für lokal fortgeschrittene Kopf-Hals-Tumoren zugelassen.

Der Automobilzulieferer Continental AG (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) will auf die angespannte Nachfragesituation in der Automobilindustrie mit Kurzarbeit reagieren. "Wir werden an einigen Standorten auf das Mittel der Kurzarbeit zurückgreifen. Damit können wir zunächst unsere Beschäftigungssituation stabilisieren", erklärte eine Sprecherin des Automobilzulieferers gegenüber der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Dabei könne die angemeldete Kurzarbeit von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen reichen.

Der Automobilzulieferer Continental AG (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) will auf die angespannte Nachfragesituation in der Automobilindustrie mit Kurzarbeit reagieren. "Wir werden an einigen Standorten auf das Mittel der Kurzarbeit zurückgreifen. Damit können wir zunächst unsere Beschäftigungssituation stabilisieren", erklärte eine Sprecherin des Automobilzulieferers gegenüber der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Dabei könne die angemeldete Kurzarbeit von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen reichen.

Die Qimonda AG (ISIN US7469041013/ WKN A0KEAT), an der die Infineon Technologies AG (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) mehrheitlich beteiligt ist, wird ihre Finanzergebnisse erst zu einem späteren Zeitpunkt vorlegen. Wie der Anbieter von Speicherprodukten am Montag erklärte, hat er bei seinen Gesprächen mit strategischen Investoren und Finanzinvestoren über mögliche Partnerschaften Fortschritte erzielt.

Die Qimonda AG (ISIN US7469041013/ WKN A0KEAT), an der die Infineon Technologies AG (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) mehrheitlich beteiligt ist, wird ihre Finanzergebnisse erst zu einem späteren Zeitpunkt vorlegen. Wie der Anbieter von Speicherprodukten am Montag erklärte, hat er bei seinen Gesprächen mit strategischen Investoren und Finanzinvestoren über mögliche Partnerschaften Fortschritte erzielt.

Der Energieversorger E.ON AG (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) stellt seinen Kunden niedrigere Strom-und Erdgaspreise in Aussicht. "Wenn der Ölpreis noch eine Weile auf dem Niveau von heute verharrt, werden wir signifikant sinkende Gaspreise sehen", erklärte der Energiechef des im DAX30 notierten Konzerns Klaus-Dieter Maubach in einem Interview mit dem Magazin "DER SPIEGEL". Dabei sei die für Februar angekündigte vierprozentige Senkung der Gaspreise erst der Einstieg in weitere Runden. Weitere Absenkungen werde es bereits im Frühjahr geben.

Der Energieversorger E.ON AG (ISIN DE000ENAG999/ WKN ENAG99) stellt seinen Kunden niedrigere Strom-und Erdgaspreise in Aussicht. "Wenn der Ölpreis noch eine Weile auf dem Niveau von heute verharrt, werden wir signifikant sinkende Gaspreise sehen", erklärte der Energiechef des im DAX30 notierten Konzerns Klaus-Dieter Maubach in einem Interview mit dem Magazin "DER SPIEGEL". Dabei sei die für Februar angekündigte vierprozentige Senkung der Gaspreise erst der Einstieg in weitere Runden. Weitere Absenkungen werde es bereits im Frühjahr geben.

Der Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) gab am Montag bekannt, dass Siemens VAI beim brasilianischen Flachstahlproduzenten Companhia Siderúrgica Paulista (Cosipa) eine Brammenstranggießanlage mit einer bisher in Südamerika einzigartigen Ausstattung in Betrieb genommen hat.

Der Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) gab am Montag bekannt, dass Siemens VAI beim brasilianischen Flachstahlproduzenten Companhia Siderúrgica Paulista (Cosipa) eine Brammenstranggießanlage mit einer bisher in Südamerika einzigartigen Ausstattung in Betrieb genommen hat.

Die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) will nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann trotz der Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten weiterhin am Investment-Banking festhalten. In einem Interview mit der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe) hält Ackermann das Investment-Banking ungeachtet der weltweiten Finanzkrise weiterhin für attraktiv und erwartet aus diesem Geschäft auch in Zukunft einen bedeutenden Teil der Erträge. Dabei hält der Deutsche-Bank-Chef Personalanpassungen für unvermeidbar. Dabei hält der Manager Kapazitätsanpassungen in der gesamten Investment-Banking-Branche von 10 bis 20 Prozent für sehr wahrscheinlich, wobei er diese Zahlen nicht ausdrücklich auf die Deutsche Bank bezog.

Die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) will nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann trotz der Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten weiterhin am Investment-Banking festhalten. In einem Interview mit der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe) hält Ackermann das Investment-Banking ungeachtet der weltweiten Finanzkrise weiterhin für attraktiv und erwartet aus diesem Geschäft auch in Zukunft einen bedeutenden Teil der Erträge. Dabei hält der Deutsche-Bank-Chef Personalanpassungen für unvermeidbar. Dabei hält der Manager Kapazitätsanpassungen in der gesamten Investment-Banking-Branche von 10 bis 20 Prozent für sehr wahrscheinlich, wobei er diese Zahlen nicht ausdrücklich auf die Deutsche Bank bezog.

Der Einzelhandelskonzern Arcandor AG (ISIN DE0006275001/ WKN 627500) gab am Freitagabend Veränderungen im Vorstand bekannt. Demnach beruft hat der Aufsichtsrat Stefan W. Herzberg (43), der seit August 2008 als Vorsitzender der Geschäftsführung der Karstadt Warenhaus GmbH das Stationärgeschäft verantwortet, zum 1. Dezember 2008 in den Zentralvorstand. Neuer Finanzvorstand der Arcandor AG wird Rüdiger Andreas Günther (50). Der bisherige Finanzvorstand Dr. Peter Diesch (54) hatte den Aufsichtsrat gebeten, ihn aus persönlichen Gründen zum 31. Dezember von seinen Pflichten zu entbinden. Diesch hatte im Vorstand die Ressorts Finanzen, Personal und Karstadt verantwortet.

Der Einzelhandelskonzern Arcandor AG (ISIN DE0006275001/ WKN 627500) gab am Freitagabend Veränderungen im Vorstand bekannt. Demnach beruft hat der Aufsichtsrat Stefan W. Herzberg (43), der seit August 2008 als Vorsitzender der Geschäftsführung der Karstadt Warenhaus GmbH das Stationärgeschäft verantwortet, zum 1. Dezember 2008 in den Zentralvorstand. Neuer Finanzvorstand der Arcandor AG wird Rüdiger Andreas Günther (50). Der bisherige Finanzvorstand Dr. Peter Diesch (54) hatte den Aufsichtsrat gebeten, ihn aus persönlichen Gründen zum 31. Dezember von seinen Pflichten zu entbinden. Diesch hatte im Vorstand die Ressorts Finanzen, Personal und Karstadt verantwortet.

Die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) gab am Montag bekannt, dass sie ihr Angebot für Indizes weiter ausgeweitet hat und seit dem 1. Dezember mit Xpect eine innovative Indexfamilie für Langlebigkeitsdaten anbietet. (01.12.2008/ac/n/m)

Die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055/ WKN 581005) gab am Montag bekannt, dass sie ihr Angebot für Indizes weiter ausgeweitet hat und seit dem 1. Dezember mit Xpect eine innovative Indexfamilie für Langlebigkeitsdaten anbietet. (01.12.2008/ac/n/m)

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DAX-Schluss: Herbe Verluste nach düsteren US-Vorgaben

In einem fast durchweg negativen Gesamtumfeld konnte sich nur die Aktie der Hypo Real Estate mit einem Plus von etwas über 2 Prozent gegen den Trend halten. Volkswagen, die sich bis kurz vor Handelsschluss ebenfalls fester präsentiert haben, rutschten letztlich doch noch in die Verlustzone (-1,6 Prozent).

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