Betriebsversammlung bei Opel in Bochum
Betriebsrat: Geld für Opel darf nicht in USA fließen
Bochum (ddp). In der Diskussion um Kostensenkungen bei Opel macht der Betriebsrat des Bochumer Werks die Unterstützung der Belegschaft von Auflagen abhängig. Wenn eine Kostenreduzierung umgesetzt werde, müsse sichergestellt sein, dass das Geld nicht in die USA zum Mutterkonzern General Motors (GM) fließe, sagte Betriebsratsvorsitzender Rainer Einenkel am Montag nach einer Betriebsversammlung in Bochum. Einenkel reagierte damit auf die Forderung von GM-Europachef, Carl Peter Forster, der die Arbeitskosten um zehn Prozent senken lassen will.
Auf der Versammlung informierten sich am Montag rund 3000 Opelmitarbeiter über die derzeitige Situation bei Opel und GM. Einenkel sagte, dass momentan eine Reduzierung der Lohnkosten nicht vorgesehen sei, da man bereits alle übertariflichen Anteile abgebaut habe und auf Tarifniveau angelangt sei. Es könne jedoch geprüft werden, in welchen anderen Bereichen zusätzliche Kostenreduzierungen möglich seien.
Zugleich betonte der Betriebsrat gegenüber der Geschäftsführung, dass betriebsbedingte Kündigungen im Opel-Werk Bochum weiterhin ausgeschlossen seien. Auch eine Streichung der Nachtschicht dürfe es nicht geben, zudem müsse im Jahr 2011 wie geplant die Produktion der neuen Opel-Modelle anlaufen.
Mit der Frühschicht wird am Dienstagmorgen die Produktion im Opel-Werk Bochum wieder aufgenommen. Wegen der gegenwärtigen Probleme bei den Autobauern war die Produktion dort für eine Woche ausgesetzt worden. Nach Angaben von Einenkel sollen auch in der Woche vor Weihnachten die Produktionsbänder noch einmal stillstehen.
(ddp)
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