Bundestierärztekammer fordert Verbot von Schächtungen
Die Bundestierärztekammer fordert das Verbot von Schächtungen in Deutschland. «Es liegt der klare Fall von Tierquälerei vor und damit muss das Tierschutzgesetz geändert werden», sagte Verbandspräsident Ernst Breitling am Montag dem ARD-Magazin «Report Mainz». Bei Schächtungen wird Tieren bei vollem Bewusstsein ohne die vorher übliche Betäubung die Kehle durchgeschnitten.
Mainz (ddp). Die Bundestierärztekammer fordert das Verbot von Schächtungen in Deutschland. «Es liegt der klare Fall von Tierquälerei vor und damit muss das Tierschutzgesetz geändert werden», sagte Verbandspräsident Ernst Breitling am Montag dem ARD-Magazin «Report Mainz». Bei Schächtungen wird Tieren bei vollem Bewusstsein ohne die vorher übliche Betäubung die Kehle durchgeschnitten.
Nach Schätzungen der Bundestierärztekammer werden bis zu 500 000 Schafe pro Jahr der Religion wegen auf diese Weise geschlachtet. Ein von der Kammer in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Schluss, dass selbst unter optimalen Bedingungen es bei dem überwiegenden Teil betäubungslos geschlachteter Tiere «zu erheblichen Leiden und Schmerzen kommt».
Agrarminister Horst Seehofer (CSU) lehnte ein Schächtverbot ab. «Es gibt, an dieser Tatsache kann kein Politiker vorbei, die Religionsfreiheit, die wir, wenn es Religionsgemeinschaften praktizieren wollen, nicht völlig ausblenden können», sagte er dem Magazin.
In Deutschland ist das betäubungslose Schächten nach dem Tierschutzgesetz prinzipiell verboten. Doch gestattet das Gesetz auch Ausnahmegenehmigungen für Religionsgemeinschaften, deren «zwingende Vorschriften (...) das Schächten vorschreiben oder den Genuss von Fleisch nicht geschächteter Tiere untersagen».
ddp/spa/fgr
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Die Bundestierärztekammer fordert das Verbot von Schächtungen in Deutschland. «Es liegt der klare Fall von Tierquälerei vor und damit muss das Tierschutzgesetz geändert werden», sagte Verbandspräsident Ernst Breitling am Montag dem ARD-Magazin «Report Mainz». Bei Schächtungen wird Tieren bei vollem Bewusstsein ohne die vorher übliche Betäubung die Kehle durchgeschnitten.
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