(ddp-Interview) GEW: Regierung muss Wahlversprechen einhalten
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Landesregierung zu schnellen Korrekturen in der Schulpolitik aufgefordert. «Die aktuellen Querelen um CDU-Schulministerin Barbara Sommer schaden den Schulen. Die Regierung sollte sich jetzt mit den Problemen befassen, die den Schulen unter den Nägeln brennen», sagte der GEW-Landesvorsitzende Andreas Meyer-Lauber im ddp-Interview. Es gebe bis zum Ende der Legislaturperiode noch viel zu tun. «Die Ministerin muss endlich Konsequenzen aus der andauernden Kritik von Schülern, Eltern und Lehrern ziehen», sagte der Gewerkschafter.
Essen (ddp-nrw). Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Landesregierung zu schnellen Korrekturen in der Schulpolitik aufgefordert. «Die aktuellen Querelen um CDU-Schulministerin Barbara Sommer schaden den Schulen. Die Regierung sollte sich jetzt mit den Problemen befassen, die den Schulen unter den Nägeln brennen», sagte der GEW-Landesvorsitzende Andreas Meyer-Lauber im ddp-Interview. Es gebe bis zum Ende der Legislaturperiode noch viel zu tun. «Die Ministerin muss endlich Konsequenzen aus der andauernden Kritik von Schülern, Eltern und Lehrern ziehen», sagte der Gewerkschafter.
«Beim Zentralabitur sind wir im Grundsatz für die Abschaffung. Falls die Landesregierung trotz zahlreicher Pannen an den einheitlichen Abschlussprüfungen festhalten will, muss sie im kommenden Jahr aus gemachten Fehlern lernen», sagte Meyer-Lauber. Dabei solle die Regierung «auf fachlichen Rat hören und nicht stur an ihren Vorstellungen festhalten». Die «Misstrauenskultur» gegenüber den Lehrern müsse beendet werden. «Darum sollte zum Beispiel die anonyme Zweitkorrektur der Abiturklausuren abgeschafft werden», sagte der GEW-Landeschef. Bei den Kopfnoten plädierte er «für eine konsequente und komplette Abschaffung».
«Die Landesregierung hat außerdem eines ihrer zentralen Wahlversprechen noch immer nicht eingelöst. In NRW gibt es weiterhin viel zu große Klassen. Wir haben an den Schulen rund 7000 Klassen mit mehr als 30 Schülern», sagte Meyer-Lauber. Hier müsse jetzt schnell etwas geschehen. «Wir treten für einen Stufenplan ein. Durch zusätzliche neue Lehrerstellen sollten die maximalen Klassengrößen in den nächsten Jahren schrittweise und zügig deutlich unter 30 Schüler abgesenkt werden», sagte der Gewerkschafter.
ddp/mte/muc
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Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Landesregierung zu schnellen Korrekturen in der Schulpolitik aufgefordert. «Die aktuellen Querelen um CDU-Schulministerin Barbara Sommer schaden den Schulen. Die Regierung sollte sich jetzt mit den Problemen befassen, die den Schulen unter den Nägeln brennen», sagte der GEW-Landesvorsitzende Andreas Meyer-Lauber im ddp-Interview. Es gebe bis zum Ende der Legislaturperiode noch viel zu tun. «Die Ministerin muss endlich Konsequenzen aus der andauernden Kritik von Schülern, Eltern und Lehrern ziehen», sagte der Gewerkschafter.
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