Wirtschaft & Boerse Marktberichte
10.09.2008 | 11:03 Uhr
Daxenberger warnt vor Dämonisierung der Linkspartei
Bündnis nach der Wahl aber ausgeschlossen
München (ddp-bay). Der bayerische Grünen-Chef Sepp Daxenberger warnt vor einer Dämonisierung der Linkspartei. «In Berlin, wo sie mitregieren, sind sie entzaubert. Da bleibt nicht mehr viel übrig von ihren tollen Sprüchen», sagte Daxenberger am Mittwoch im Deutschlandradio Kultur. Im Westen seien die Linken vor allem ehemalige Gewerkschafter und frühere Sozialdemokraten, die «nur leider momentan von ein paar Populisten» wie Gregor Gysi und Oskar Lafontaine geführt würden.
Ein Bündnis mit der Linken nach der Landtagswahl in Bayern schloss Daxenberger abermals aus. «Die Linken werden nicht ins Parlament hineinkommen und wenn, dann wird es keine Mehrheit jenseits der CSU geben können», sagte der Grünen-Spitzenkandidat. Er habe sich schon sehr frühzeitig positioniert: «Nicht mit den Linken. Ich mag deren Freibiermentalität einfach nicht.» Zugleich bleibt Daxenberger bei seiner Ablehnung von Schwarz-Grün in Bayern. Die CSU brauche nach 46 Jahren an der Regierung «dringend eine Ablösung».
(ddp)
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