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Wirtschaft & Boerse Marktberichte
19.11.2008 | 18:05 Uhr

(Übersicht - Neu: Regierungssprecher) Studie: Uckermärker sind Schlusslicht im Ehrenamt - Landesregierung nennt Ergebnisse nicht nachvollziehbar





Potsdam (ddp-lbg). In Brandenburg engagieren sich laut einer aktuellen Untersuchung deutlich weniger Menschen im Ehrenamt als in anderen Bundesländern. Laut einer am Mittwoch vorgelegten Studie «Engagementatlas 2009» der AMB Generali Gruppe leisten lediglich 25,2 Prozent der Märker ehrenamtliche Arbeit. Damit belegt das Bundesland den 14. Platz. Insgesamt sind der Studie zufolge 34 Prozent aller Deutschen über 16 Jahre bürgerschaftlich engagiert. Regierungssprecher Thomas Braune nannte das Ergebnis für Brandenburg «nicht nachvollziehbar».

Bundesweites Schlusslicht ist der Studie zufolge die Region Barnim/Uckermark. Dort liegt der Anteil der «Ehrenamtler» an der Bevölkerung bei lediglich 14 Prozent. Auch in den Landkreisen Prignitz, Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz und in Frankfurt (Oder) sind weniger als 20 Prozent bürgerschaftlich aktiv. Deutschlandweit Spitze sind dagegen Osthessen und Lüneburg mit 51 Prozent. Für die Studie hatte die Prognos AG mehr als 44 000 Menschen in 439 kreisfreien Städten und Landkreisen befragt.

Die Einschätzung «der nicht amtlichen Studie» stehe im Widerspruch zu den Ergebnissen des «Freiwilligensurveys» des Bundesfamilienministeriums von 2004, sagte Braune. Danach betätigten sich in Brandenburg 33 Prozent der über 14-Jährigen ehrenamtlich. Die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement seien seither durch den Aufbau eines Netzes von Freiwilligenagenturen sowie die Einführung einer Haftpflicht- und Unfallversicherung verbessert worden. «Für die Landesregierung bleibt auch künftig die amtliche Erhebung des Surveys der Maßstab», betonte Braune. Die nächste Erhebung sei für das kommende Jahr angekündigt.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Richstein forderte, Brandenburg müsse wieder mehr für das Ehrenamt tun. «Wir brauchen ein anderes Bewusstsein und müssen die Motivation für ehrenamtliche Tätigkeit verbessern», sagte sie.

ddp/jjs/kos

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