Beckstein erinnert an Niederschlagung des «Prager Frühlings»
Vor 40 Jahren marschierten Truppen des Warschauer Paktes in der CSSR ein
«Wenn wir uns heute an den ´Prager Frühling´ in der Tschechoslowakei erinnern, dann gedenken wir zuerst derjenigen Menschen, die der Brutalität und der Gewalt des 21. August 1968 und der folgenden Zeit zum Opfer gefallen sind», sagte Beckstein. Sie hätten ungeachtet der Gefahr Freiheit, Rechtstaatlichkeit, Demokratie und Menschlichkeit eingefordert und den Mut gehabt, «Widerstand zu zeigen und gegen die Unmenschlichkeit des kommunistischen Systems zu protestieren».
Von diesem Beispiel gehe die Botschaft aus, dass die Würde des Menschen unantastbar sei, dass Meinungsfreiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit unverzichtbare Grundlagen für ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung seien. Diese Grundlagen gelte es gegen Extremisten und Ideologen von rechts und von links zu verteidigen, mahnte Beckstein und fügte hinzu: «Bedenklich stimmt mich allerdings die Tendenz, den Unrechtscharakter der ehemaligen DDR zu hinterfragen, vermeintliche Vorzüge des kommunistischen Systems zu konstruieren und die Verbrechen der Stasi-Schergen an den Bürgerinnen und Bürgern der DDR zu relativieren.»
(ddp)
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