Computeranimierte Jedis - George Lucas erweitert mit Animationsfilm «Star Wars: The Clone Wars» seine interstellare Welt --Von ddp-Korrespondent Axel Schock-- (Mit Bildern)
Berlin (ddp) Wer dachte, mit «Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith» (2005) sei alles erzählt, hat sich getäuscht George Lucas spinnt sein Science-Fiction-Epos immer weiter - erstmals nun auch als animierter Kinofilm.
In der weit, weit entfernten Galaxie herrscht alles andere als Frieden. Vielmehr haben die heldenhaften Jedi-Ritter alle Hände voll zu tun, um die Mächte der Dunklen Seite im Zaum zu halten. Die Gruppe der Separatisten innerhalb der Sternensysteme wird immer größer. In Anbetracht ihrer kaum zu stoppenden Armee aus Kampfdroiden scheint das Ende der galaktischen Republik besiegelt.
An vorderster Front der Ausneinandersetzungen finden sich bekannte Charaktere aus den Realfilmen wieder, darunter Obi-Wan Kenobi, C-3PO, General Grievous und Meister Yoda. Im Zentrum steht auch wieder der junge Jedi-Ritter Anakin Skywalker, der mit seiner Padawan-Schülerin Ahsoka Tano auf eine bedeutsame Mission geschickt wurde: Sie sollen den entführten Sohn des klopsigen Gangsterbosses Jabba befreien, um ihn auf diese Weise im Kampf gegen die bösen Mächte auf die eigene Seite zu ziehen.
Lucas war im Laufe seiner Karriere in vielen Bereichen der Filmtechnik wegweisend. So überrascht es nicht, dass ihm für seinen ersten animierten Film auch eine besondere, unverwechselbare Optik vorschwebte. Eine fotorealistische Darstellung sei für ihn von vornherein nicht in Frage gekommen. «Wir wollten die Möglichkeiten der Animiertechnik voll ausschöpfen», sagte er. Das Resultat sind Figuren in 3D-Look, wie man sie von vielen Computerspielen her kennt, jedoch in einer auffällig kantigen Gestaltung, die an japanische Animes erinnert.
Mag das Erscheinungsbild gewöhnungsbedürftig sein, auf die vertrauten Bestandteile der klassischen «Star Wars»-Filme müssen die Fans nicht verzichten. Ob Lichtschwert, Raumkreuzer oder Droiden - alles findet sich in gezeichneter und dann vom Computer generierten Form wieder.
Solch einen Aufwand betreibt die eigens gegründete Lucasfilm Animation natürlich nicht allein für einen einzigen Film. Mit dem 90-Minüter soll die Geschichte der Klonkriege längst nicht zu Ende erzählt sein. Vielmehr dient er als Einleitung einer gleichnamigen Fernsehserie, zu der in Singapur und Taiwan bereits 30 halbstündige Episoden produziert worden sein sollen.
(«Star Wars: The Clone Wars», Animationsfilm, USA 2008, 90 Minuten, FSK: ab 6 Jahren, Regie: Dave Filoni, in der Originalversion mit den Stimmen von Samuel L. Jackson, Matt Lanter, Ian Abercrombie, Corey Burton und anderen)
Kinostart 14. August 2008
ddp/sho/chd
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