Rolls-Royce will weltweit bis zu 2000 Stellen abbauen
Auswirkungen auf deutsche Standorte noch unklar
London (ddp-lbg). Der britische Triebwerkhersteller Rolls-Royce Group streicht im kommenden Jahr weltweit 1500 bis 2000 Stellen. Dies entspreche etwa vier Prozent der Belegschaft, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Mit dem Schritt werde auf die Konjunkturabkühlung und die Verspätungen bei Flugzeugprogrammen reagiert. Hier nannte Rolls-Royce die Verzögerung beim Airbus A380 und auch der Boeing 787. Mit dem Stellenabbau werde die Kapazität der erwarteten Auslastung der Werke angepasst.
Inwieweit Deutschland betroffen ist, war zunächst noch nicht klar. An den deutschen Rolls-Royce Standorten in Dahlewitz bei Berlin und Oberursel bei Frankfurt am Main beschäftigt Rolls-Royce Deutschland mehr als 3000 Mitarbeiter. Die Umsätze beider Werke lagen im vergangenen Jahr bei mehr als einer Milliarde Euro.
Nach Einschätzung des Betriebsrats dürften die deutschen Standorte von dem Stellenabbau weitgehend verschont bleiben. «Wir werden mit einem blauen Auge davonkommen», sagte der Betriebsratsvorsitzende im Werk Oberursel, Rolf-Dieter Dreyer, dem «Tagesspiegel» (Freitagausgabe). Wegen der guten Auftragslage dürften nur einige «wenige» Mitarbeiter betroffen sein.
(ddp)
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