Tierverkauf nach China?
Tierschützer kritisieren den Rostocker Zoo
Rostock (ddp-nrd). Die Tierschutzorganisation PETA hat dem Rostocker Zoo indirekt heimliche Geschäfte mit dubiosen Tierhändlern unter anderem in China vorgeworfen. Die vor zwei Jahren in Rostock geborenen Jaguardrillinge seien offenbar nicht, wie vom Zoo im April mitgeteilt, an einen Tierpark auf Zypern abgegeben worden, sagte ein Sprecher der Organisation am Dienstag. Kein Zoo der Insel habe den Empfang der Tiere bestätigen können. Der Rostocker Zoo wollte am Nachmittag zu den Vorwürfen Stellung nehmen.
Nach Angaben von PETA verkaufen mehrere deutsche Zoos überschüssigen Tiger-Nachwuchs meist über Tierhändler nach China. Dort landeten sie in sogenannten Tigerfarmen, wo sie getötet und zu Potenzmittel verarbeitet werden, sagte der PETA-Sprecher weiter. Deshalb werde auch das Schicksal des neuesten Rostocker Löwennachwuchses, des in der vergangenen Woche getauften Löwenmädchens Zimbala, genau verfolgt. Es bestehe die Gefahr, dass die junge Raubkatze lediglich als Kassenfüller diene, bevor sie abgegeben werde. Dabei mangele es in den Zoos weltweit an Platz, eine seriöse Abgabe sei immer schwieriger, sagte der Sprecher.
(ddp)
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