ver.di fordert Übernahme der BayernLB-Anteile durch das Saarland
Die BayernLB hält Anteile an der SaarLB
Saarbrücken (ddp-rps). Die Gewerkschaft ver.di hat die Landesregierung aufgefordert, die Anteile der BayernLB an der SaarLB zu übernehmen. Damit könne die SaarLB als eigenständige Regionalbank erhalten bleiben, sagte ver.di-Landesbezirksleiter Alfred Staudt am Dienstag in Saarbrücken.
Mit der Übernahme durch das Land könne in Ruhe ein eigenständiges Geschäftsmodell entwickelt werden, das die SaarLB zukunfts- und überlebensfähig mache. Es gelte dabei, die SaarLB als deutsch-französische Mittelstands- und saarländische Strukturbank weiterzuentwickeln, betonte Staudt.
Zugleich forderte der für Finanzdienstleistungen zuständige ver.di-Fachbereichsleiter Jürgen Grandjot Wirtschaftsminister Joachim Rippel (CDU) auf, nicht nur einen Dialog mit den Banken- und Sparkassenvorständen, sondern auch mit Vertretern der Beschäftigten zu führen. Die Landesregierung müsse einen «Schutzschirm über die Beschäftigten spannen». Nach Gewerkschaftsangaben gibt es bei der SaarLB 530 Arbeitsplätze.
Hauptanteilseigner der SaarLB mit 75,1 Prozent ist die BayernLB. Weitere Anteilseigner sind der Sparkassenverband Saar mit 14,9 Prozent und das Saarland mit zehn Prozent. Medienberichten zufolge soll die angeschlagene BayernLB im Zuge einer geplanten Umstrukturierung auch den Verkauf der Tochter SaarLB prüfen.
(ddp)
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