DJ UPDATE: Almunia hält
EU-Rettungsplan für schwer durchsetzbar
(NEU: Weitere Aussagen von Lagarde, Darling)
WASHINGTON (
Dow Jones)--EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquin Almunia hält einen Rettungsplan nach dem Vorbild der
USA in Europa für schwer durchsetzbar. Er hoffe allerdings auf eine baldige, umfassende Lösung statt weiterer Einzelfallantworten, sagte Almunia beim Treffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure der sieben führenden Industriestaaten (G-7) am Freitag in Washington.
Die französische Finanzministerin Christine Lagarde betonte, dass Lösungen zur Bewältigung der
Finanzkrise über den Rahmen der G-7 hinaus gesucht werden müssen. "Eine koordinierte Antwort von mehr als sieben Ländern ist der einzige Weg zur Lösung der Krise", sagte sie in Washington.
Jean-Claude Juncker, Premierminister von Luxemburg und Vorsitzender der Eurogruppe, pflichtete Lagarde bei. Auch wenn die G-7-Staaten "höchst wichtig" seien bei der Lösung der Krise, mache es Sinn, andere Gruppen einzubinden, sagte Juncker.
Lagarde fügte hinzu, dass auch verschiedene Ansätze angesichts der unterschiedlichen Situationen in den Ländern angemessen seien. "Wegen der verschiedenen Lagen, müssen wir mit der Krise unterschiedlich umgehen", sagte sie. Dennoch sei eine "Koordinierung essentiell". Frankreich hat gegenwärtig die EU-Ratspräsidentschaft inne.
Der britische Schatzkanzler Alistair Darling betonte die Notwendigkeit, auf Worte auch Taten folgen zu lassen. Es sei "ungemein wichtig, dass die Regierungen nicht nur darüber reden, was zu tun ist, sondern auch zu handeln", sagte Darling. Er hoffe, dass viele Länder dem Beispiel Großbritannien folgten und den Interbankenhandel garantierten.
DJG/DJN/mmr/kth
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Dow Jones Newswires
October 10, 2008 12:54 ET (16:54 GMT)
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