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03.11.2008

Europa-Börsen mittags uneinheitlich - Anschlusskäufe fehlen



DJ Europa-Börsen mittags uneinheitlich - Anschlusskäufe fehlen

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Börsen drehen am Montagmittag zum Teil ins Minus nach anfänglichen Aufschlägen und zeigen sich uneinheitlich. Händler sprechen von fehlenden Anschlusskäufen, weshalb die festen Vorlagen aus Asien nun zunehmend verpufften. Zudem notieren die S&P-Futures nach den morgendlichen Aufschlägen nun im neutralen Bereich. Gegen 12.58 Uhr legt der Euro-Stoxx-50 um 0,3% oder 7 Punkte auf 2.598 zu, der breiter gefasste Stoxx-50 rutscht dagegen um 0,1% oder 3 Zähler auf 2.329 ab.

Mit Blick auf die am Donnerstag mit Spannung erwartete Zinsentscheidung heißt es, dass die Leitzinsen für den Euroraum wohl um 0,5% gesenkt werden. Am Berichtstag seien neue Impulse von den US-Bauausgaben und dem ISM-Index am Nachmittag zu erwarten.

Telekommunikationswerte "weiter ohne Anschluss"

Wie zu Ende der Vorwoche gehören am Montagmittag die europäischen Telekommunikationswerte mit einem durchschnittlichen Abschlag von 1,9% zu den Verlierern. "Das Sentiment für die Branche belastet die Gewinnwarnung der BT Group aus der Vorwoche", so ein Händler. Die Analysten von ING, Morgan Stanley und Citigroup hatten daraufhin am Morgen ihr Votum für die Aktie gesenkt. BT Group verlieren 0,2% auf 114,90 p.

Die schwächsten Werte stellen Vodafone mit einem Minus von 4%, Telecom Italia geben um 2,2% nach und France Telecom 2,2%. Die Aktien von France Telecom litten am Morgen noch deutlicher unter Spekulationen, wonach die französische Regierung ihren Anteil verkaufen wolle. Ein Regierungssprecher wies dies allerdings zurück.

Bankenwerte mit uneinheitlichen Vorzeichen - Sektor minus 1,1%

Der Bankensektor verliert im Schnitt 1,1%, eine eindeutige Richtung ist innerhalb des Sektors allerdings nicht auszumachen. Societe General gewinnen nach überraschend vorgezogenen Quartalszahlen 0,2%. Nach Einschätzung eines Händlers sind die Zahlen wie erwartet ausgefallen, allerdings hatte es in der Vorwoche Spekulationen gegeben, dass im Derivate-Handel größere Verluste verbucht worden sein könnten. Dies sei nun mit den vorgezogenen Zahlen entkräftet worden, heißt es.

HBOS gewinnen derweil 2,7% auf 102 p. Auf der einen Seite sei der Zwischenbericht wie erwartet schwach ausgefallen, heißt es aus dem Handel. Auf der anderen Seite verweist ein Händler auf einen Bericht in der "Sunday Times", wonach der Unternehmer Jim Spowart gemeinsam mit einer ausländischen Bank ein Gegengebot für HBOS vorlegen will. Der momentane Abschlag von HBOS von 20% gegenüber dem Lloyds-Gebot sollte daher zumindest abgebaut werden, so Stimmen aus dem Handel. Lloyds verlieren mit Blick auf ein mögliches Bieterrennen 2,2% auf 193,50 p.

Schwächster Wert des Sektors sind Barclays, die 5,4% auf 169,30 p abrutschen. Die Analysten der UBS bezeichnen die Kapitalerhöhung von Barclays als gewinnverwässernd. Festester Wert im Bankensektor sind Deutsche Bank mit plus 4,9%.

Automobilsektor von VW ausgebremst

Der Automobilsektor wird vom Kursverlust von VW belastet. VW rutschen um 15,2% ab, der Sektor verliert im Schnitt 7,8%. Händler meinen, Investoren verkauften VW nach der Gewichtskappung im DAX vom Freitagabend. "Anleger sind vorsichtig geworden, denn der Nachrichtenfluss ist sehr uneinheitlich", so ein Händler. Dahinter geben Peugeot 1,9% ab, BMW verlieren 4,5%. Gegen den Sektor-Trend gewinnen Fiat 0,7%.

DJG/eyh/flf

(END) Dow Jones Newswires

November 03, 2008 07:00 ET (12:00 GMT)

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Wir weisen darauf hin, dass es sich hierbei nicht um die Meinung von boerse-express.com sondern um einen Partner-Artikel von dowjones.de handelt.

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