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04.11.2008

Europäische Börsen mittags sehr fest - Rally im Finanzsektor



DJ Europäische Börsen mittags sehr fest - Rally im Finanzsektor

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit einer Fortsetzung der sehr festen Tendenz zeigen sich die europäischen Aktienmärkte am Dienstagmittag. Der Euro-Stoxx-50 steigt gegen 12.26 Uhr MEZ um 2,5% oder 65 Punkte auf 2.676 Punkte, der Stoxx-50 legt um 1,9% bzw 46 Zähler auf 2.386 zu. Händler sprechen von einer Fortsetzung der Leereindeckungen und der Korrektur von Aktien-Untergewichtungen durch Fonds.

Korrektur der vorherigen Panikverkäufe stützt

"Mittlerweile wird den meisten Marktteilnehmern schmerzlich klar, dass sie ihre Bestände in den vergangenen Wochen verschleudert haben", sagt ein Händler. Es handele sich jedoch weiter nur um Korrekturen der vorherigen Panikverkäufe, ein Konjunktur-Optimismus dürfe aus dem Kursplus nicht abgeleitet werden. Bis auf den Automobilindex, der unter erneuten VW-Verlusten leidet, notieren sämtliche Branchen im Plus. Besonders gesucht sind Finanz- und Technologiewerte.

"Etwas überraschend ist das schon", ergänzt ein weiterer Händler: "Wir hatten im Vorfeld der US-Wahlen mit einem zurückhaltenden Handelstag gerechnet". Möglicherweise werde auch Wall Street am Nachmittag einen Wahlsieg von Obama einpreisen und weiter zulegen. Positiv stimmt auch eine Europa-Studie von Morgan Stanley, die von einem "großen Kaufsignal" für europäische Aktien spricht. Technische Analysten sehen den Euro-Stoxx-50 weiter bei 2.300 Punkten gut unterstützt.

Finanztitel weiter fest

Weiter fest zeigen sich europäische Banken- und Versicherungstitel. Der Sektor-Index der Banken steigt um 2,6%, der der Versicherer um 3,8%. Vor allem die Investmentbanken sind gesucht, zudem die Aktien von Unternehmen, die sich unter ihre jeweiligen nationalen Schutzschilde gestellt haben. So steigen ING Groep um 10,1% auf 8,37 EUR, Prudential um 9,3% auf 369 p und Societe Generale um 7,8% auf 45,63 EUR. RBS und UBS stellen die negativen Ausnahmen dar. UBS stehen bei 18,87 CHF mit 0,4% im Minus, RBS verlieren nach Vorlage von Zahlen sogar 5,6% auf 61,50 p. "Das Trading-Statement liest sich sehr schwach," heißt es in einer Studie von Keefe, Bruyette & Woods zu RBS.

UBS zeigen sich nach Quartalszahlen im Minus, nachdem die Kostenseite negativ überrascht hat. Zudem zeichnet sich auch im vierten Quartal kein Ende des Abflusses von Kundengeldern ab. Ein Analyst kritisiert daneben fehlende Maßnahmen zur Anwerbung neuer Kundengelder.

Bei den Papieren der Versicherern bilden Swiss Re nach schwachen Zahlen das Schlusslicht und verlieren 4,8% auf 48,32 CHF. Besonders die Schadenschätzung für die Wirbelstürme "Ike" und "Gustav" seien mit 315 Mio USD deutlich höher ausgefallen als mit 250 Mio USD zunächst vermutet. Zudem fiel beim Nettoergebnis unerwartet ein Verlust von 304 Mio CHF an. Auch das gestoppte Aktienrückkaufprogramm laste auf der Aktie, heißt es aus dem Handel. Münchener Rück verlieren im Fahrwasser 1% auf 100,50 EUR. Alle anderen Versicherungs- und Bankwerte notieren kräftig im Plus.

Automobilaktien ignorieren US-Absatzeinbruch

Automobilwerte ignorieren die schwachen US-Autoabsatzzahlen und liegen bis auf VW kräftig im Plus. Die Zahlen dürften bereits eingepreist sein, sagt ein Händler. Anders seien die Kursgewinne der Aktien kaum zu erklären. So habe es am Vortag aus dem Sektor bereits Aussagen gegeben, die auf einen Rückgang schließen ließen. "Allein Audi hat sich dem Abwärtstrend entziehen können, insgesamt hat VW 7,9% Autos weniger abgesetzt als im Vorjahr", so der Händler weiter. Der Daimler-Absatz brach um 25% ein und BMW veröffentlichte schwache Quartalsdaten und kassierten die Jahresprognose. Dennoch legen BMW um 7,7% auf 22,17 EUR zu, Daimler um 3,6% auf 27,80 EUR und Renault um 6,2% auf 24,83 EUR. VW fallen hingegen um 7,3% und drücken den Auto-Index um 0,6% nach unten.

DJG/mod/flf

(END) Dow Jones Newswires

November 04, 2008 06:30 ET (11:30 GMT)

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Wir weisen darauf hin, dass es sich hierbei nicht um die Meinung von boerse-express.com sondern um einen Partner-Artikel von dowjones.de handelt.

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