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Wall Street im Verlauf sehr fest - Konjunktursensible Titel gefragt
NEW YORK (
Dow Jones)--Mit Kursgewinnen sind die
Aktien an Wall Street in die neue Woche gegangen. Vor allem konjunktursensible Titel und Sektoren stehen im frühen Verlauf auf den Kauflisten. Händler machen dafür ein Konjunkturpaket der chinesischen Regierung verantwortlich. "Nun dürfte auf ähnliche Maßnahmen auch in den anderen großen Volkswirtschaften spekuliert werden", vermutet ein Marktbeobachter und verweist auf den Weltfinanzgipfel am Wochenende in Washington.
Der Dow-Jones-
Index für 30 Industriewerte (
DJIA) legt um 10.13 Uhr (Ortszeit) um 1,7% bzw 148 Punkte auf 9.092 zu. Der S&P-500-Index steigt um 1,4% bzw 13 Punkte auf 944. Der
Nasdaq-Composite-Index zieht um 0,9% bzw 15 Punkte auf 1.663 an. Mit diesen Gewinnen setzten die
Indizes die Anfang Oktober begonnene Seitwärtsbewegung und Bodenbildung fort, sagen Händler.
Die größten Aufschläge verbuchen die Rohstoffproduzenten, Öl- und Gasförderer sowie deren Zulieferer. Auch im Chemiesektor ziehen die Kurse überdurchschnittlich an. Die Nachfrage in diesen Sektoren gilt als ausgesprochen konjunkturabhängig. Bei den Schwergewichten des DJIA verteuern sich Alcoa um 5,6% auf 11,82 USD, Exxon Mobile um 1,7% auf 75,21 USD und Du Pont um 2,1% auf 31,11 USD. Mit Caterpillar (+4,6%) und Boeing (+2,9%) tendieren zwei weitere "Zykliker" sehr fest.
China will die heimische
Wirtschaft bis zum Jahr 2010 mit insgesamt rund 570 Mrd USD zusätzlich ankurbeln. Analysten und Volkswirte weisen jedoch darauf hin, dass ein Großteil der am Wochenende angekündigten Maßnahmen bereits seit einiger Zeit geplant und jüngst auch durch die chinesische Presse gegangen sei. Zudem dürften die Maßnahmen zum Ausbau vor allem der Infrastruktur wohl erst im Verlauf des kommenden Jahres wirksam werden.
Für einen etwas schleppenden Handel könnte sorgen, dass der Anleihemarkt an Wall Street früher als sonst die Tore schließt. Grund ist der Feiertag "Veteran's Day" am Dienstag. Erfahrungsgemäß leidet auch das Geschäft mit den Aktien unter einem verkürzten Bondhandel. "Einige Akteure werden überhaupt erst am Mittwoch die Arbeitswoche beginnen", vermutet ein Händler.
Die Papiere der American International Group (AIG) haussieren um 20% auf 2,51 USD. Die US-Regierung hat einem Pressebericht zufolge am Sonntag das ursprünglich vereinbarte Hilfspaket von 123 Mrd USD für den Versicherer AIG gestoppt und durch eines in Höhe von 150 Mrd USD ersetzt, berichtet das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf mehrere
Personen mit entsprechenden Informationen.
General Motors (GM) brechen dagegen um 30% auf 3,05 USD ein. Die Deutsche Bank hat die
Aktie des Automobilherstellers auf "Verkaufen" von "Halten" gesenkt. GM-Aktien dürften sich als wertlos erweisen, meint der Analyst Rod Lache, sollte das
Unternehmen nicht bis Dezember staatliche Hilfen erhalten. Ohne solche Hilfen werde GM das Geschäft nicht über Dezember hinaus fortführen können. Bei der Ford-Aktie rät die Deutsche Bank weiter zum "Halten", die Papiere verlieren 1% auf 2,00 USD.
Citigroup-Aktien handeln 0,5% fester. Die Citigroup steht möglicherweise vor dem Zukauf einer Bank in den
USA, nachdem sie mit der Akquisition der Wachovia gescheitert war. Es würden Gespräche über den Erwerb einer Bank mit Filialnetz in einer Region geführt, in der auch die Citigroup tätig sei, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mehrere Quellen.
Die Papiere des Versicherers MBIA verlieren 3% auf 7,74 USD. Vorbörslich war die Aktie um 15% eingebrochen. Am Freitagabend hatte die Ratingagentur Moody's die Finanzstärke-Einstufung des Versicherers um zwei Stufen auf "Baa" gesenkt.
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November 10, 2008 10:24 ET (15:24 GMT)
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