Obwohl die US-Regierung der American International Group (AIG) mit einem Darlehen über 85 Mrd. Dollar zu
Hilfe kommt, verliert die
Aktie am Mittwoch im Eröffnungshandel in den
USA weitere 44% an Wert. Der Grund: Aktionäre befürchten, dass sie trotz dieser Rettungsaktion durch die Finger schauen werden.
"Die
Fed muss dafür Sorge tragen, dass dieser Plan die Familien schützt, die auf eine
Versicherung zählen", liess Präsidentschaftskandidat
Barack Obama wissen. Aktionäre und das Management sollten nicht mit Steuergeldern gerettet werden. "Es sollte unserer
Wirtschaft helfen, gutbezahlte Jobs zu schaffen und den Leuten helfen, ihre Rechnungen zahlen zu können. Damit soll nicht den Aktionären oder dem Management aus der Patsche geholfen werden", so die erste Reaktion Obamas.
Währenddessen laufen dem US-Versicherer die Kunden davon. Alleine in Singapur wollten am Mittwoch hunderte Kunden ihre Verträge mit
Unternehmen des New Yorker Versicherungsgiganten kündigen. Eine Sprecherin von AIG in Singapur sagte
Dow Jones Newswires, genaue Daten zu den Kündigungszahlen bei Versicherungspolicen seien derzeit nicht verfügbar. Auch in Südkorea, in Hongkong und in Taiwan deutet sich ein erster Kundenschwund an.
Alleine in Südkorea stieg nach Angaben der Finanzaufsichtsbehörde die Zahl der Kunden, die ihre Verträge mit dem US-Versicherer lösen, auf 600 pro Tag an. Bislang hatten im Schnitt rund 200 Versicherte täglich ihre Policen aufgelöst. (red)