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Lancia Delta Integrale: Seven up

Eines der Automobile, das in kaum einer Aufzählung künftiger Klassiker aus den letzten zehn Jahren fehlt, ist der Lancia Delta Integrale.


Die Rallyesiege - die Allrad-Delta gewannen sechs Markenweltmeisterschaften und vier Fahrertitel - machten die Fahrmaschine aus Turin zur Ikone ihres Jahrzehnts. Die Siege sind beim Delta Integrale serienmäßig eingebaut: Sie stecken im bärenstarken Motor, im aufwendigen Fahrwerk, im komplexen Allradantrieb. Und man spürt sie bei jedem Meter. Miki Biasion und Juha Kankkunen fahren immer mit.

So wirkt jede Landstraße im schwäbischen Hinterland wie eine Sonderprüfung bei der Rallye San Remo. Noch beeindruckender als die Dynamik des Delta Integrale ist für mich seine Erscheinung als Kunstwerk.Vor allem in Weiß und in der letzten Version als Evo 3 mit den kräftiger ausgebeulten Kotflügeln, dem Buckel auf der Motorhaube, dem verstellbaren Dachspoiler und den filigranen Alu-Rädern, die aussehen, als seien sie zufällig bei der Monte von 1992 übrig geblieben, ist der Integrale eines der beeindruckendsten Designobjekte seiner Ära.

Jede Ecke, jedes Detail ist auf seine Funktion reduziert, dennoch aber harmonisch in das Gesamtbild eingebaut. Selbst die auf den ersten Blick provisorisch und halbstark wirkenden Kotflügelverbreiterungen fügen sich bei genauem Hinsehen so weich und elegant in die Seitenlinie ein, als habe Giugiaro sie von Anfang an für den Delta im Kampfanzug vorgesehen.

Die bescheidene Sitzposition und die bestenfalls mittelmäßige Verarbeitung stören kaum. Eher schon, dass es nicht mehr viele gibt.

Auto

Lancia Delta Integrale




06.06.08 15.29 | Autor: Heinrich Lingner | Fotos: Uli Jooß
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