Design von Renault, Technik von Nissan und gefertigt bei Samsung in Korea - ob der Koleos dennoch ein Auto aus einem Guss ist, klärt der erste Fahrbericht.
Wenn der Renault Koleos am 12. September auf den deutschen Markt kommt, will er in der Kompakt-SUV-Liga keinen neuen Maßstab in Sachen Fahrdynamik setzen. Als Franzose ist er eher dem Komfort und der Variabilität verpflichtet, soll aber zugleich den Nutzwert eines Vans bieten.
Bei Offroad-Fragen gilt Renault zwar nicht unbedingt als kompetenter Ansprechpartner, doch mit Nissan findet sich zumindest in der Familie ein Experte hierfür. So teilt der Koleos 60,4 Prozent seiner Komponenten mit dem X-Trail und ist trotzdem ein ganz eigenständiges Auto, denn sämtliche sicht und fühlbaren Teile wurden neu entwickelt und gestaltet.
Unterstützung aus Japan
Natürlich gibt es Ausnahmen: Der 171 PS starke 2,5-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor ist ein lediglich von einer neuen Abdeckung kaschiertes Nissan-Aggregat. Die beiden Diesel-Reihenvierer mit Common-Rail-Einspritzung (150 und 173 PS) stammen dagegen von Renault. Zu den drei Motoren werden Handschaltung und Automatik jeweils mit sechs Gängen angeboten - die CVT Automatik kommt nicht nach Deutschland.
Darüber hinaus darf zwischen reinem Frontantrieb bei der 2WD-Variante und der Allrad-Version gewählt werden. Was nach einer schier unüberschaubaren Varianten-Vielfalt klingt, stellt sich in der Praxis als eher übersichtlich dar. Denn der Benziner ist auf dem deutschen Markt ausschließlich als Fronttriebler mit Handschaltung zu haben.
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