Bei McLaren-Mercedes herrscht Katzenjammer. Lewis Hamilton verliert im Titelrennen zwei Punkte an Felipe Massa, Heikki Kovalainen stoppt in aussichtsreicher Position mit einem Motorschaden. Es ist der erste seit dem Nürburgring 2006.
Kovalainen liegt zum Zeitpunkt des Ausfalls knapp hinter Robert Kubica und Fernando Alonso auf Platz drei. "Ich konnte den beiden locker folgen und hätte später als sie getankt. Dadurch wäre ich an ihnen vorbeigekommen. Ich war nie in einer besseren Position zu gewinnen, als diesmal."
Wechsel bringt kein Glück
McLaren verrät, dass Kovalainen seinen ersten Tankstopp zwei Runden nach Alonso abgewickelt hätte. Alonso reichte eine Zweirunden-Differenz und ein kürzerer Tankstopp, um Kubica zu überholen. Für Kovalainen hätte das gleiche gelten können. "Ich war in diesem Jahr nicht mit Glück gesegnet", ärgert sich der Finne. "Immer wenn ich schnell unterwegs war, kam etwas dazwischen." Doch der Blondschopf lässt sich nicht unterkriegen. "Ich freue mich schon auf nächstes Jahr. Da muss es einfach laufen."
Besonders bitter für McLarens Nummer zwei: Das Triebwerk war ein Joker-Motor, den Mercedes beim Rennen zuvor in Singapur eingebaut hatte, weil die Ingenieure an einer Produktionseinheit Ventile eine mögliche Beschädigung vermutet hatten. Vielleicht wäre gar nichts passiert, wenn McLaren den ursprünglichen Motor in Kovalainens Auto gelassen hätte. Dann wäre der Finne in Fuji mit einem brandneuen Mercedes-V8 gestartet. "Manchmal hört man eben das Gras wachsen", stöhnt Mercedes-Rennleiter Norbert Haug.
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