Autokäufer können ihren Neuwagen zunehmend wieder günstiger über ihre Hausbank als über die Autobanken finanzieren. Nach einem Test von auto motor und sport liegen die Effektiv-Zinssätze der Autobanken inzwischen so hoch, dass die Hausbanken gleichziehen oder sogar günstiger finanzieren.
Selbst Kredite der Hausbank zu höheren Zinssätzen können sich lohnen, da die Autokäufer als Barzahler zusätzliche Rabatte aushandeln können. Nach unseren Erhebungen verlangen derzeit die Autobanken von Ford, BMW und Fiat die höchsten Effektivzinsen. So liegt die Fiat-Bank bei 8,49 Prozent, gefolgt von BMW (7,49 Prozent) und Ford (6,99 Prozent). Am freien Markt sind Darlehen schon ab 4,39 Prozent erhältlich. Bei der Einstiegsversion des Fiat 500 lassen sich nach Berechnungen von auto motor und sport bei einer Vertragslaufzeit von drei Jahren bis zu 700 Euro an Zinsen sparen.
Niedrigzinsangebote der Hersteller gehen zurück
Allerdings sollten sich Autokäufer nicht auf das erstbeste Angebot stürzen. Bei vielen unabhängigen Geldinstituten entscheidet mittlerweile eine umfassende Bonitätsprüfung über die Höhe des Zinssatzes. Hat das Unternehmen etwas an der Kreditwürdigkeit des Kunden auszusetzen, steigen die Kreditkosten zum Teil erheblich. Bei der Hanseatic Bank beispielsweise reicht die Spanne beim Effektivzins von 4,40 bis 15,90 Prozent. Woran die Institute genau die Bonität festmachen, bleibt dabei oft ein Rätsel. Außerdem erheben manche Banken eine Bearbeitungsgebühr von 3,0 Prozent, was die ursprünglich günstigen Zinssätze wieder verteuert.
Dennoch können selbst Kreditangebote lukrativ sein, deren Zinsen über denen der Autobanken liegen. Denn die Autokäufer werden durch den Kredit bei einer Bank zum barzahlenden Autokäufer und können damit oft zusätzliche Rabatte aushandeln, die es bei der Finanzierung über die Autobank nicht gibt.
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RE:Zinsen: Hausbanken oft günstiger als Autobanken
So ganz richtig werden die Sachverhalte nicht dargestellt. Der Autor vergleicht die Standardkonditionen der Autobanken mit den Standardkonditionen anderer Banken. Nun ist aber ja bekannt, dass die Autobanken für viele (auch attraktive) Modelle Sonderzinsen anbieten, die i.d.R. UNTER den Effektivzinsen anderer Banken liegen. Hinzu kommt, dass ein Geschäftsbankenkunde, der als Barzahler im Handel auftritt, nicht in den Genuss der günstigen Mobilitätspakete der Autobanken kommen kann. Richtig wird auf die Lockzinsen und die der Geschäftsbanken verwiesen, die kaum ein Kunde bekommen kann. Hinzu kommen die oft überhöhten Bearbeitungsgebühren. Unterm Strich scheinem mir i.d.R. die Autobanken der attraktivere Finanzpartner des Kunden zu sein. Nichtsdestotrotz schadet natürlich ein Vergleich nicht - schon weil man dann weiß, dass die Autobanke die richtige Entscheidung ist.