Die Fronten im Mitbestimmungsstreit zwischen den Betriebsräten von Porsche und VW bleiben verhärtet. Knackpunkt in der Auseinandersetzung seien die Rechte der Belegschaften der beiden Autobauer im Fall der Kündigung der Mitbestimmungsvereinbarung in einem künftigen Porsche/VW-Konzern, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (13.8.).
Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück fordert ein Vetorecht für die 11.000 von ihm vertretenen Beschäftigten. "Ja, das ist so, denn sonst hat die Porsche-Belegschaft im Konfliktfall keine Chance", sagte Hück dem Blatt. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh wehrt sich gegen ein solches Vetorecht.
VW-Betriebsrat geht in nächste Instanz
Der Konzernbetriebsrat habe an diesem Mittwoch beim Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg Beschwerde gegen den Beschluss des Arbeitsgerichts Stuttgart eingelegt, teilte Sprecher Gunnar Kilian mit. Porsche sei nach mehr als einem Jahr nicht bereit, massive Nachteile für die VW-Beschäftigten zu beseitigen. Die Betriebsräte gingen daher davon aus, dass Porsche kein Interesse an einer fairen Lösung habe.
Das Arbeitsgericht Stuttgart hatte die Klage von VW zurückgewiesen. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte damit erreichen wollen, dass die Mitbestimmungsvereinbarung der Porsche Holding gekippt wird, weil diese nach seiner Ansicht zulasten der VW-Belegschaft geht. In dem Papier ist geregelt, dass die 12.000 Beschäftigten des Sportwagenbauers in der neuen Holding in wichtigen Fragen die gleichen Rechte haben wie die rund 360.000 VW-Mitarbeiter. Porsche will die Mehrheit bei VW übernehmen.
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