Bauarbeiter bleiben zum Schulstart
An zahlreichen Standorten reichten die Ferien nicht für Sanierung oder Umbau Leser können Mängel melden
Wenn Braunschweigs 24 000 Schüler heute in den Unterricht zurückkehren, werden sie sich über frischgestrichene Klassenräume oder ausgetauschte Fenster freuen können oder aber auch nicht.
6,3 Millionen Euro investiert die Stadt in diesem Jahr in Sanierung, Um- und Neubau ihrer Schulen. Das meiste davon in den Sommerferien. Doch in der langen Liste der Bauvorhaben kann die Behörde hinter zahlreichen Schulen längst keinen Haken als Zeichen der Erledigung setzen. Teilweise werden die Arbeiten erst in den Herbstferien beendet, teilweise waren sie ohnehin erst für die schulfreien Oktobertage geplant.
Stadtsprecher Adrian Foitzik: "Nicht alle Baumaßnahmen können in knapp sechs Wochen Ferienzeit abgeschlossen werden, zum Beispiel weil sie besonders umfangreich sind oder komplexe Bauabläufe haben." Alles was Lärm erzeuge, werde in den Herbstferien abgeschlossen.
Aus der politischen Opposition im Rat bleibt angesichts eines Investitionsstaus von 150 Millionen Euro die Forderung nach mehr Geld für die Schulsanierung und anderen Konzepten. Grünen-Ratsherr Volker Herlitschke kritisiert den städtischen Ansatz. Sein Vorschlag: "Statt mit der Gießkanne viele zufrieden zu stellen, lieber das Geld gezielt an weniger Schulen einsetzen, dafür aber Mängel komplett und nachhaltig beseitigen."
Hier wird weiter gebaut:
Grundschule Broitzem: Sanierung von Fassade und Dach werden plangemäß fortgesetzt, weil die Arbeiten laut Stadt in sechs Wochen nicht zu erledigen gewesen sind.
Grundschule Diesterwegstraße: Restliche Malerarbeiten werden je nach Leerstand von Klassenräumen noch erledigt.
Kielhornschule: Die Arbeiten an der Regeltechnik finden laut Stadt plangemäß nach den Sommerferien statt. Der Schulbetrieb werde nicht beeinträchtigt, da nur Technikräume betroffen sind.
Realschule Maschstraße: Die Sanierung der Toiletten wird sich um drei bis vier Wochen verlängern, weil die Anbindung von Wasserleitungen erneuert werden musste. Arbeiten unter Lärm- und Schmutzerzeugung seien nicht zu erwarten. Auf dem Schulhof werden WC-Container aufgestellt.
Schulzentrum Heidberg: Die Sanierung der Realschul-Sporthalle soll bis zum Ende der Woche abgeschlossen sein.
Hoffmann-von-Fallersleben-Schule: Die Sanierung des Kellergeschosses beginnt nach Abstimmung mit der Schulleitung nach den Ferien
Gymnasium Kleine Burg: Arbeiten an Fenstern und Fassade finden während der Schulzeit und in den Herbstferien statt
Gymnasium Martino-Katharineum: Die neuen Sanitäranlagen in der Sporthalle werden mit zwei Tagen Verspätung fertiggestellt wegen unvorhersehbarer Änderungen bei der Trassenführung von Wasserleitungen. Die Toiletten werden zum Schuljahresbeginn nicht fertig sein, Ersatz wird bereitgestellt, die Turnhalle wird auch nutzbar sein
Gymnasium Neue Oberschule: Der Umfang der Fenster-Erneuerung war laut Stadt in den Sommerferien nicht zu schaffen. In den Herbstferien geht es weiter
Ricarda-Huch-Schule: Gleiches Problem, gleicher zeitlicher Ablauf wie an der Neuen Oberschule.
Wilhelmgymnasium: Die neuen Fenster sind bis zum Schuljahresbeginn eingebaut, die Fassadenarbeiten werden bis zum Herbst abgeschlossen sein.
Johannes-Selenka-Schule: In Nebenräumen wird das Heizungsrohrnetz über das Ferienende hinaus saniert. In zwei EDV-Räumen wird es wegen der Arbeiten an der Elektrotechnik bis Freitag Beeinträchtigungen geben. Die Fassade wird während de Schulzeit erneut, der Ausbau des Dachgeschosses soll bis September abgeschlossen sein
BBS II: Die baulichen Veränderungen für den zweiten Rettungsweg im Innern werden in den Herbstferien fortgesetzt zeitplangerecht
BBS V/Technikerschule: Die Fassadenarbeiten werden in den Herbstferien fortgesetzt
Gymnasium Gaußschule: Die Schadstoffsanierung ist abgeschlossen. Dacharbeiten werden während des laufenden Betriebs fortgesetzt








